IN DIE HÄNDE GESPUCKT

Interaktives Mitspieltheaterstück zum Thema Kinderarbeit für 4. - 6. Klasse


Regie: Jürgen Sihler
Coregie: Galina Freund
Autor: Christopher Maas
Schauspiel: Galina Freund, Ibadete Kadrijaj

ausbeuterische Kinderarbeit ächten, arbeitende Kinder achten

Ausgehend von der eigenen Situation und den eigenen Arbeitserfahrungen der Kinder werden die Arbeitsbedingungen von AltersgenossInnen in den Ländern des Südens ansatzweise am eigenen Leibe erfahren und reflektiert. Die SchülerInnen durchlaufen einen Parcours mit Stationen, an denen typische Arbeiten ausgeführt werden (z.B. Kohlen durch einen Schacht ziehen). Dazu lernen sie exemplarische Tagesabläufe von Kindern aus dem globalen Süden kennen und setzen sie theatralisch um.

In Diskussionen geht es um Kinderrechte, die Bedeutung von Bildung und die Organisationsformen von arbeitenden Kindern. Das Projekt versucht, mit einem ganzheitlichen und lebensweltbezogenen Lernkonzept SchülerInnen zu motivieren, zur Entstehung einer gerechteren Welt beizutragen.

Info:
Das Stück löste zu Beginn starke Kontroversen aus, da es gemeinsam mit Prof. Dr. Liebel (Lehrstuhl für Pädagogik, TU-Berlin) den Standpunkt vertritt, dass die wertschöpfende Arbeit unter nicht ausbeuterischen Verhältnissen für Kinder aus den Ländern des Südens Vorraussetzung für deren Überleben ist und daher legalisiert werden sollte, um sie aus der unregulierten Schattenwirtschaft zu heben.

Das Grundprinzip des Mitspieltheaters ist die Einbindung der TeilnehmerInnen in den kreativen Vorgang des Spielens. Die Identifikation, welche die Kinder mit ihren Rollen eingehen, das spielerische Erproben von Handlung und Erfahrung eröffnet die Möglichkeit zu einem Perspektivwechsel. Hierdurch wird eine für Kinder dieser Altersgruppe wesentlich zugänglichere Alternative zu einem rein auf kombinatorischen Wegen entstehenden Nachvollziehen der Situation des Anderen geschaffen.
Die Methode des Mitspieltheaters ist Lernen mit allen Sinnen. Durch die aktive Partizipation werden verschiedene Lernkanäle angesprochen. Der Vorgang des Lernens ist eingebettet in das Erleben einer Geschichte. Der Unterhaltungswert und Ereignischarakter von erlebten Geschichten schafft Motivation, das Erinnern von Erlerntem in Geschichten Nachhaltigkeit.


Vorstellungsort: Schulturnhalle
Für: eine Schulklasse der 4. – 6. Klasse
Dauer: 4 Schulstunden
Wertschätzungsbeitrag der Schulen: 150 €

Gefördet von:
Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Evangelischer Entwicklungsdienst e.V.
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